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Aktuelles | Gesundheit | 31.12.2020

Spatenstich für das Projekt St. Barbara Hospiz

Hospiz sorgt für End-Fürsorge

MÄRZ 2026. Zehn Jahre nach der Gründung der St. Barbara Hospiz GmbH, die im Auftrag des Landes OÖ die stationäre und Tages-Hospizversorgung für die Menschen unseres Bundeslandes sicherstellt, entsteht jetzt hier in Thalheim in einem ehemaligen Schwesternheim der Kreuzschwestern Europa Mitte, der fünfte Hospizstandort.
Fürsorge. Damit wird das Netz zur Versorgung schwerstkranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase mit hoch professioneller Pflege, Medizin und vor allem menschlicher Begleitung noch engmaschiger. Ziel ist es, den Betroffenen ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen – in einem Umfeld, das Geborgenheit, Respekt und Zuwendung vermittelt.
Dabei stehen persönliche Begleitung und ein wertschätzender Umgang im Mittelpunkt. Angehörige und nahestehende Personen finden ebenfalls Unterstützung und Entlastung, denn sie sind ein wesentlicher Teil dieses Weges. Die Fertigstellung der Einrichtung in der Kirchengasse, die acht stationäre und sechs Tageshospizplätze umfassen wird, ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.
Eine Delegation rund um LH-Stellvertreterin Christine Haberlander, St. Barbara Hospiz-Geschäftsführer Mag. Rudolf Wagner, Kreuzschwestern-Provinzrätin Sr. Verena Maria Oberhauser und Kreuzschwestern-Vorstand Mag. Dietbert Timmerer setzte den Spatenstich zur Adaptierung undErweiterung des Gebäudes und überzeugte sich vor Ort von der Eignung und Lage des neuen Standorts.
Starke Trägerschaft für ein gemeinsames Ziel
2016 wurde die St. Barbara Hospiz GmbH von den Elisabethinen Linz-Wien, dem OÖ Roten Kreuz, der Vinzenz Gruppe und den Barmherzigen Brüdern Linz gegründet. Seit Februar 2024 sind auch die OÖ Gesundheitsholding, die Kreuzschwestern Europa
Mitte und die Franziskanerinnen von Vöcklabruck an diesem Unternehmen beteiligt, das somit von sieben renommierten Organisationen aus dem OÖ. Gesundheits- und Sozialwesen getragen wird.
Dieses Unternehmen wird in Zukunft in Thalheim im Auftrag des Landes OÖ den fünften Standort mit Tageshospiz und stationärer Hospizversorgung betreiben. Mit den bereits bestehenden Einrichtungen in Linz, Ried im Innkreis und Vöcklabruck, sowie der für das zweite Halbjahr 2026 geplanten Eröffnung des Standorts in Steyr, wird dann die flächendeckende Hospizversorgung im Bundesland sichergestellt.
Für den neuen Hospiz-Standort...
… stellen die Kreuzschwestern Europa Mitte das Gebäude und das Areal des ehemaligen Erholungsheims der Schwesterngemeinschaft zur Verfügung. Dieser Ort war für viele Ordensfrauen, vor allem jene aus dem Krankenhaus in Wels, ein Ort, an dem sie Kraft schöpfen konnten. In Zukunft wird dieser Ort jenen Menschen als Zuhause dienen, die in ihrer letzten Lebensphase besonders viel Kraft brauchen, um die verbleibenden Lebenswochen mit Leben zu füllen.
Hospiz im Team mit Krankenhaus
Der Betrieb des Hospiz-Standorts Thalheim wird mit starker Unterstützung durch das Klinikum Wels-Grieskirchen erfolgen. Der Fokus der Hospizarbeit liegt zwar ganz deutlich auf der pflegerischen und fürsorglichen Begleitung und Betreuung der
betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen, dennoch ist die medizinische Betreuung der Bewohner unerlässlich. Diese wird durch das Team der Palliativabteilung am Klinikum sichergestellt werden.
Die Leitung des Hospiz-Standorts in Thalheim wird Elisabeth Gallee, BSc. übernehmen. Die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin ist seit 2022 im St. Barbara Hospiz Ried im Innkreis tätig. Sie hat zahlreiche Aus- und Weiterbildungen in ihrem Fachbereich absolviert, u.a. einen interdisziplinären Lehrgang für Palliative Care an der Salzburger Akademie für Palliative Care und ein Bachelorupgrade für Gesundheits- und Krankenpflege an der FH für Gesundheitsberufe OÖ
Investition für Menschlichkeit
Das zukünftige Hospizgebäude wurde in den 1960-er-Jahren errichtet und zuletzt 2008 renoviert. Es wurde in dieser Zeit als Erholungsheim für die Kreuzschwestern, im Besonderen für die im Krankenhaus Wels tätigen, genutzt und bot lange Zeit mehr als
100 Ordensfrauen jährlich einen Ort des Rückzugs und der Erholung.
Das bestehende Gebäude wird vollständig saniert und die Raumaufteilung für die neue Nutzung adaptiert, beispielsweise durch den Einbau eines Bettenlifts. Außerdem wird das Gebäude um einen zweistöckigen Zubau ergänzt, der in nachhaltiger Holz-Bauweise ausgeführt wird und in dem sich das Tageshospiz und das stationäre Hospiz befinden werden.
Bereits im Jänner 2026 wurde mit den ersten Bauarbeiten begonnen. Mittlerweile sind bereits die Fundamente für den Zubau fertiggestellt. Die weiteren Bauarbeiten werden voraussichtlich im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein, sodass die Inbetriebnahme noch im ersten Halbjahr 2027 erfolgen kann.
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