Sonntag, 21. April 2019 

Aktuelles | Wirtschaft | 02.02.2019

Im Iran herausragende Umweltschutzpreise vergeben

Energy Globe Award zeigt auf (!)

Während weltweit über den Klimaschutz geredet und getagt wird, präsentiert der Energy World Award alljährlich die weltbesten Projekte, die einerseits Ressourcen schonen und andererseits für wesentliche Einsparungen von Energie beitragen. Die Sieger des Energy Globe World Awards 2018 wurden in einer sehr emotionalen Veranstaltung im Iran gekürt.
Am 29. Jänner trafen sich die Nominierten aus aller Welt in Yazd (Iran), wo schon vor vielen Jahrhunderten (!) die Klimatisierung der Häuser mittels Windtürmen erfolgte, ohne hierbei jedoch jegliche Emission freizusetzen. Die Verleihung wurde via Live-Streaming weltweit übertragen. Insgesamt hatten sich über 2300 nachhaltige Projekteinreichungen aus 182 Nationen (!) über die begehrten Globes beworben, der in den Kategorien Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend alljährlich vergeben wird.
Nach einem Vortrag des UNESCO-Botschafters ging es dann zur Verleihung in der Kategorie „Erde“, wo Projekte aus Deutschland, Österreich und Somalia nominiert waren. Zum Sieger gekürt wurde das Projekt "Carbon-Beton" aus Deutschland (Bild). Beton bekommt hierbei durch Armierung mit Carbon eine wesentlich höhere Lebensdauer und der Betonbedarf ist geringer. Durch die Kreislaufwirtschaft kommt es zu einer wesentlichen Entlastung der Wirtschaft.
Dann kam es zu einem Höhepunkt für Österreich, der Ehrenpreis der Jury wurde an „Ja! Natürlich“, die Bio-Marke der REWE International AG für das Projekt "Green Packaging“ vergeben. Hier werden Einwegverpackungen aus Plastik durch Alternativen ersetzt, insgesamt konnten bei dieser Aktion bereits knapp 500 Tonnen Plastikmüll eingespart werden. Sichtlich bewegt nahm Mag. Martina Hörmer CEO von "Ja! Natürlich" diesen Umweltpreis entgegen.
In der Kategorie „Feuer“ kamen die nominierten Projekte aus Dänemark, Kenia und Uganda. Hier betonte die Vorsitzende der Jury einmal mehr, wie großartig die Projekte wären und eigentlich alle gewinnen müssten. Gewonnen hat ein wohl einmalige Projekt aus Kenya, wo mittels mobiler, solarbetriebener Kühlräume die Haltbarkeit von Lebensmitteln, wie Früchten, verzehnfacht(!) wird.
In der Kategorie „Wasser“ waren Projekte aus Indien, Korea, Philippinen und nochmals Österreich nominiert. Und nach der Vorstellung wurde vom Vertreter der österreichischen Botschaft, Dr. Alexander Rieger, der Sieger verkündet. Gewonnen hat hier ein beeindruckendes Projekt aus Indien, wo mittels eines speziellen Systems Regenwasser gesammelt und gereinigt wird. Damit können ausgetrocknete Brunnen aufgefüllt und der Grundwasserspiegel angehoben werden. Dadurch kann auch wieder Landwirtschaft betrieben werden.
Laudatoren in der vierten Kategorie „Luft“ waren die die Vertreter der österreichischen Wirtschaftskammer, die ein maßgeblicher Partner von Energy Globe ist. Gekürt wurden von Wirtschaftsdelegierten Dr. Christoph Grabmayr und DI Claudia Hübsch das Projekt aus Afghanistan, wo mittels Optimierung der Gebäudehülle und Einsatz von Erneuerbaren die Emissionen sehr wesentlich reduziert werden konnten. Nominiert waren außerdem noch hervorragende Projekte aus Nepal und Bangladesh.
Hochspannung herrschte dann bei der Verleihung der Kategorie „Jugend“, wo Projekte aus Belize, Nigeria und den USA nominiert waren. Gekürt wurde unter nicht enden wollenden Applaus ein besonderes Projekt aus den USA. In den Vereinigten Staaten von Amerika werden pro Tag 500 Mio. Plastikhalme (!) einmalig verwendet. Das ausgezeichnete Projekt hilft mit, diesen Verbrauch maßgeblich durch das Verhalten von Jugendlichen zu reduzieren. Im Bild alle Gewinner bei der Auszeichnungsfeier im Iran.
Mit einer Konferenz zum Thema „Nachhaltige Gemeinden“ sowie einem großen Festakt ging diese vorbildliche Veranstaltung zu Ende. Energy Globe zeigt auf, dass es auf unserer Welt großartige Lösungen für unsere Umwelt gibt und Umweltschutz über alle Grenzen gehen muss oder wie Gründer Wolfgang Neumann aus Altmünster sagt: „Stop talking, start acting". Mehr Infos auf www.energyglobe.info
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