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Aktuelles | Gesundheit | 11.12.2020

Altersbedingte Sterbefälle in Würde behandeln

LÖSUNGEN anstatt Panikmache

Auch wenn Medien alle, nicht zur allgemeinen Panikmache passenden Meinungsbildner bereits als covid19-Idioten abqualifizieren, ist leider der unabhängige Fernsehsender Servus TV das wirklich einzige heimische Medium, wo andere und durchaus sinnvolle Meinungen Platz finden.
Bei der jüngsten donnerstäglichen Hangar7-Diskussion am 10. Dezember hat der deutsche Arzt und Publizist Dr. Gunter Frank (Bild) Klartext in Richtung wirklich sinnvoller Lösungen gesprochen.
Die ständige Verunsicherung der Bevölkerung führt auch mit Lockdowns zu gar keiner geeigneten Lösung. Vor allem geht es jetzt um die Würde des Sterbens im Alter. Wenn ein Schwerkranker aus einem Altersheim mit zusätzlichem Infektionsverdacht in die Intensivstation überstellt wird, ist es eine Belastung für alle: Für den hier nicht in Würde sterbenden Kranken, für die angesichts des Gesundheitszustands betroffenen Ärzte und die zusätzlich durch Schutzausrüstung belasteten Krankenschwestern. Und der überwiegende Teil der akuten Sterbefälle kommen aus den Altersheimen. 

Schwerpunkt Alterskrankheit

Man hätte monatelang die Chance gehabt die Altersheime für diese besondere Situation einzurichten und den Alten die Chance einer Sterbebegleitung in Würde zu ermöglichen. Damit hätte man auch die Krankenanstalten und speziell die Intensivstationen entlasten können.
Die Panikmache der Politiker, unterstützt von den Negativ-Schlagzeilen der Medien und den so Furcht auslösenden Experten aller Art, führt uns zusätzlich in eine gefährliche Wirtschaftskrise. Viele, vor allem die durch die Gesundheitskrise finanziell eher entlasteten Menschen ahnen noch gar nicht die Folgen, die durch unkontrollierbare Ausgaben aus dem längst nicht mehr vorhandenen Steuertopf auslösen.
Eigentor durch Chaos-Politik und Medienschwemme
Sollte eine spürbare Geldentwertung kommen, dann wäre es auch um die lange so gelobte „Insel der Seligen“ in Österreich sehr schnell vorbei. Was die Nachkriegsgeneration verkraften könnte, das würden die jüngeren Generationen erst so richtig als Angriff auf ihre persönliche und oft schon überzogene Freiheit sehen. Und dann entsteht ein Generationenkonflikt, vor dem wir schon im Frühjahr eindringlich gewarnt haben.
Zusätzlich verstärkt wird die Gesundheitskrise durch die Medien-‚Pandemie‘. Wir haben schon vor Jahrzehnten die Politik vor der geförderten Medienschwemme gewarnt. Seit vielen Jahren wurden ständig neue Fernsehkanäle, Radioprogramme und Zeitschriften aller Art entwickelt und teilweise massiv gefördert.
Denn je öfters Politiker in Wort und Bild vorkommen, je höher ist der vermeintliche Bekanntheitsgrad. Jetzt ringen alle um Einschaltquoten und Auflagen, die mittels Medienanalysen schon groteske Zahlen hervorrufen.

Das oft erstaunliche Selbstbewusstsein von Politikern, die Überheblichkeit von Experten und allwissenden Journalisten sorgen für eine Meinungsbildung, aus der sich der wirklich interessierte Konsument schon längst keine mehr vernünftige Meinung bilden kann. Kein Wunder, dass aktuell schon in Familien heftige Auseinandersetzungen über die Problematik der Gesundheitskrise und deren Folgen ergeben.
Die ehemalige Gesundheitsministerin Rendi-Wagner hat es kürzlich mal richtig formuliert: Unabhängige Experten müssten eine Kommission bilden, die den Politikern eine echte Entscheidungshilfe liefern sollten. Und auch bei Pressekonferenzen zusammen mit den zuständigen Ministern klare Vorgaben für die Bevölkerungen präsentieren.

Bei den Diskussionen auf ServusTV bemüht man sich möglichst alle Meinungsbereiche zuzulassen. Moderator Michael Fleischhacker bemüht sich auch die Gäste ausreden zu lassen. Die Aussagen von Dr. Frank wurden mit viel Interesse wahrgenommen.

Die TV-Diskussion im Hangar7 auf Servus-TV vom 10. Dezember sollte man sich geben, auch wenn sie über 60 Minuten dauert. Sie gibt auch den Eindruck wieder wie Selbstherrlichkeit (Mathematiker Peter Markowich) und Fehleinschätzungen (Falter-Chefredakteur Florian Klenk) zu einer falschen Entwicklung beitragen.
Direktlink
https://www.servustv.com/videos/aa-245qmezv91w12/

Vernunft ist jetzt mehr als gefordert
Hellhörig sollten nicht nur Zuschauer und Zuhörer geworden sein, sondern auch Entscheidungsträger. Die wichtigste Forderung des deutschen Arztes bei der Diskussion wäre die Erhaltung der Würde in der Sterbephase der betagten Menschen aus den Altersheimen. Speziell die Intensivstationen sind zusätzlich überlastet, wenn man nicht mehr heilbare Menschen einfach dorthin verfrachtet
Dr. Gunter Frank aus Heidelberg ist seit 1998 Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren und hat sich in einer eigener Praxis niedergelassen. Zuvor erlebte er als Assistenzarzt eines Akutkrankenhauses die Erfolge der modernen Medizin bei schwersten Verletzungen und Notfällen - allerdings auch ihre Grenzen auf dem Gebiet der chronischen Erkrankungen und psychovegetativen Beschwerden.
Als er sich gegen den Verbleib im Krankenaus und für die eigene Praxis entschieden hatte, war es ihm wichtig sich zusätzlich vor allem auf den Gebieten Prävention und Gesundheitsförderung weiterzubilden - oft abseits reiner „schulmedizinischer“ Inhalte.
So sammelte der Arzt viel Erfahrung in naturheilkundlichen Methoden und wie man diese von reiner Esoterik abgrenzen kann. Besonders lernte er die fortschrittlichen Ansätze der modernen Gesundheitspsychologie zu schätzen.
Seine Behandlungsschwerpunkte, die sich herausgebildet haben, liegen in der Vermittlung eines gelungenen gesundheitlichen Selbstmanagements, insbesondere bei den Themen Stress, Ernährung und Gewicht. Ganz besonders wichtig ist es ihm, Patienten dabei von unnötigen, von außen vermittelten Zwängen zu befreien und sie dabei zu unterstützen, ihren eigenen, individuellen Weg zu finden und umzusetzen.
Aus fehlerhafter Entwicklung lernen
Seit der intensiven Beschäftigung mit den Fehlern offizieller medizinischer Behandlungsleitlinien und damit zusammenhängenden, gefährlichen Übertherapien, hält er die Überprüfung von Medikamenten-Verordnungen oder Operations-Empfehlungen für eine zentrale Herausforderung einer modernen Hausarztpraxis.
Viele Beschwerden begründen sich auf Nebenwirkungen von Therapien, die unnötig verordnet werden. Diese Erfahrungen führten auch zu zahlreichen Buch-Publikationen.

Eine zeitintensive, aber auch sehr lehrreiche Entwicklung, denn als Buchautor muss man die Dinge besonders gründlich recherchieren und belegen. Dies führte auch zu seiner Tätigkeit als Seminarreferent und Vortragsredner.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte
Viel zu wenig beachtet wird die schon für viele Bewohner aussichtslose Situation in den Altersheimen. Die Verzweiflung der Bewohner ist angesichts ihres meist schon angegriffenen Zustandes bereits groß. Keine Besucher und Betreuer in Schutzanzügen sorgen für eine zusätzliche physische und psychische Überforderung. Erlebnisse aus Kriegszeiten können aufkommen, wenn man sich so mancher Kriegsveteran angesichts der Schutzkleidung an einstige Gasangriffe erinnert. 

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