Mittwoch, 19. Dezember 2018 

Aktuelles | Geschehen | 11.09.2018

Marktgemeinde kann aber noch auf offenen Park hoffen

Schlosspark bleibt verschlossen

Ein JUWEL bleibt zwar für die Marktgemeinde noch verschlossen, die einst vor mehr als 40 Jahren von der Lokalzeitung "Welser Zeitung" mitverhinderte Totalverbauung des ehemaligen Schloßparks birgt aber die Chance, dass eines Tages hier zumindest ein Teil für einen Park verwendet werden kann.
Bürgermeister Andreas Stockinger hat es zwar längst politisch geschafft, die Marktgemeinde sozusagen umzufärben. Auch wenn die SPÖ sich durch eine "Selbstmordattacke" gegen ihren damaligen Bürgermeister nicht nur aus der Führungsrolle im Gemeinderat verschiedet hat, so hat der aktuelle Bürgermeister gegenüber seinem Amtsvorgänger seine Rolle als Volksverbundener auch politisch perfekt umsetzen können.
Die Beliebtheitswerte des Bürgermeisters sind nicht auf gewünschte Ansagen zurückzuführen, bei ihm verpürt man sein ehrliches Bemühen um das Wohl der Bürger. Ein Ziel hat er allerdings noch nicht erreicht, doch die Marktgemeinde kann weiterhin auf die Öffnung des Schlossparks hoffen. Zumindest das Schloss (Bild) wurde noch rechtzeitig saniert und wird für Wohnraum genutzt. 
Die OÖN haben dazu einen ausführlichen Bericht veröffentlicht:
Der Thalheimer Landwirt Gerhard Neubauer verwaltet die fünf Hektar große Grünoase. Seit Jahrzehnten ist sie eingezäunt und darf nicht betreten werden.
Interesse an der Nutzung des fünf Hektar großen Schlossparks zeigt Bürgermeister Andreas Stockinger (VP). "Ich habe dem Besitzer ein unanständiges Angebot gemacht, aber der will noch nicht", scherzt Stockinger. Im Detail sieht sein Vorschlag so aus: Am Bründlweg könnten bis zu 20 Bauparzellen entstehen, die von den Eigentümern angesichts der guten Lage um teures Geld verkauft werden. Der Rest bliebe erhalten und würde in den Besitz der Gemeinde übergehen.
Über den Kaufpreis wurde noch nicht gesprochen. Der umzäunte Schlosspark gehört der Stiftung "Pro Evolution" mit Sitz in Zürich. Ihr Vorsitzender, der New Yorker Anwalt Andy Darrell, ist der Enkel des früheren Eigentümers Josef Haid. Dieser erwarb 1959 das Schloss Traunegg mit 18,5 Hektar um rund zwei Millionen Schilling von der Adelsfamilie Eltz.
Für Haid hat der Deal satte Gewinne abgeworfen. Auf den Schlossgründen steht heute die Trauneggsiedlung. Das Schloss selbst wechselte 1988 in desolatem Zustand zur Welser Firma Delta, die in dem Barockensemble Wohnungen schuf.
Übrig blieb der Schlosspark, an dem die Gemeinde seit geraumer Zeit interessiert ist. "Wir würden ihn für die Bevölkerung öffnen. Der Schlosspark liegt zentrumsnah. Dort leben 2000 Menschen. Uns schwebt eine sanfte Freizeitnutzung vor", sagt Stockinger.
"Solange seine betagte Mutter noch lebt, wird im Schlosspark nichts verändert", sagt der Thalheimer Landwirt Gerhard Neubauer, der sich im Auftrag von Anwalt Andy Darrell um die Anlage kümmert. Seine Mutter habe eine nostalgische Beziehung zu Thalheim und wolle das Schloss und den Park vor ihrem Ableben noch einmal besichtigen. Darrell kommt regelmäßig nach Thalheim: "Er wollte auch im Sommer vorbeischauen, war aber wegen einer Erkrankung verhindert. Bei seinen Besuchen bekommt er auf Wunsch eine zünftige Speckjause serviert", schildert Neubauer. Autor des OÖN-Artikels: Erik Famler

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