Samstag, 6. Juni 2020 

Aktuelles | Kommentar | 23.03.2020

Angst schüren ist ein fatales Negativ-Spielzeug

Wer schützt vor (Er)schlagzeilen?

Was schon vor dem Ausbruch der Virus-Pandemie befürchtet wurde, setzt sich in unserem Medien-Überfluss jetzt immer mehr die Verunsicherung durch. Mit Fragezeichen versehene Beiträge schüren die Angst der Bevölkerung und hegen offenbar die Hoffnung für mehr Aufmerksamkeit der Leser. Als Journalist ist man angehalten für Aufmerksamkeit zu sorgen – muss aber auch gar nicht in böser Absicht sein.
Wir haben schon bei Beginn der Krise vor den Machenschaften des „Staatsfunks“ ORF gewarnt, mit der angeblich so wichtigen Informationspflicht jagt man den Konsumenten tattäglich mehrmals den Schrecken in die Glieder. Für besonders Interessierte fällt aber in erster Linie auf, dass auch Fachleute oft unterschiedliche Aussagen über die Gefährlichkeit von Covid-19 und deren Ansteckung machen. Jetzt auch plötzlich Metall und Plastik als Überträger sozusagen angezeigt.
Das erinnert fatal an die Vorwahlzeit
Und bei uns? Moderatorin Claudia Reiterer nützte am 22. März eine ORF2-Live-Diskussion zu einer „Abrechnung“ über die Fehler, die in Österreich in dieser Krise macht. Da waren der Gesundheitsminister und unser Landeshauptmann zugeschaltet, die sich regelrecht verteidigen mussten – aber einfach unterbrochen wurden, wenn zu viel Positives gesagt wurde.
Und was hat das mit Wahlen zu tun? Vor Wahlen werden schon seit Jahren Politiker regelrecht vorgeladen, um in Konfrontationen mit dem Gegenüber mehr oder weniger schlecht auszuschauen. Wie sagte der ehemalige Innenminister auf die Frage, warum man sich gegen diese Art der Einladung nicht wehrt – dann werden wir nicht mehr eingeladen. Es lebe der Staatsfunk und jene (wie zum Bespiel puls24), die diese Möglichkeiten ebenfalls schamlos nützen. Demokratie in der schlimmsten Form.
Wie verunsichere ich die Bevölkerung?
Das tägliche Schreckgespenst der Virusfälle in Österreich lässt viele nicht mehr schlafen. Gleich in der Früh der Griff nach dem Handy (auf dem auch plötzlich bis zu 12 Stunden Covid19 auf den Nutzer lauern könnte), Anzahl der Infizierten aktuell über 5.600 – und das in einem Land mit über acht Millionen Einwohner und derzeit über 100.000 gemeldeten Grippeerkrankten! Weltweit über 350.000 Infizierte bei einer Überbevölkerung von bereits fast acht Milliarden. Im Vergleich sterben weltweit pro Tag bis zu 24.000 an Hungertod!
Es steigt die Zahl der Menschen, die schon halb blind vor Angst sind und dieses Virus sich auch aus den Träumen nicht mehr vertreiben lässt. Will man wirklich die Psychose zur Volkskrankheit entwickeln? Aktuell am 24. März 4.500 infizierte Menschen und 27 Todesfälle in Österreich sowie eine Infektions-Dunkelziffer, die man beliebig in die Höhe treiben kann...
Generationskonflikt. Ganz schlimm ist die sicherlich nicht so gemeinte Verunsicherung der Bevölkerung gegenüber den Alten. Schütze die Alten, die möglichst nicht mehr aus der Wohnung gehen sollen. Kritisiere die ach so bösen Senioren, die sich noch in der Öffentlichkeit zeigen. Ingteressant ist da zum Beispiel die Aussage einer 98-jährigen (!), die vorzeitig aus ihrem Winterurlaub auf Teneriffa heimgeholt wurde. Zu lesen am 23. März in der Kronen-Zeiktung. Ihr geht es gut, sie muss jetzt 14 Tage in Quarantäne.
Und die Fakten? Da staunt man über echte Zahlen:
Das italienische Institut für Gesundheit (ISS) veröffentliche kürzlich eine Analyse von 2000 Todesopfern. Demnach litten über 99 Prozent der Verstorbenen an Vorerkrankungen. Fast 50 Prozent der Todesopfer hatten sogar drei oder mehr Vorerkrankungen, bevor sie sich mit dem Corona-Virus infiziert hatten. Rund 25 Prozent litten unter zwei Vorerkrankungen, der Rest unter einer Vorerkrankung. Nur bei drei Todesopfern war keine Vorerkrankung bekannt.
Etwa 70 Prozent der Todesopfer waren Männer. Der Altersdurchschnitt der Covid-19-Todesopfer liegt bei 79,5 Jahren. Nur 17 Personen unter 50 Jahren erlagen dem Corona-Virus. Alle Verstorbenen unter 40 Jahren litten unter schwerwiegenden Vorerkrankungen wie Nierenleiden, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Problemen und sie alle waren Männer.

Österreich wird sich wehren
Unser kleines, aber mehr als beachtliches Land wird sich aber in den nächsten Wochen wehren. In der Bevölkerung gibt es so viele positive Kräfte, die sich gegen diese fatale Entwicklung zur Wehr setzen werden. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!
Nur ein Beispiel der Fehlentwicklung in einem Beitrag, der zum Nachdenken gibt:

Direktlink www.youtube.com/watch?v=Fx11Y4xjDwA
Coronavirus – unnötiger Alarm bei COVID-19? | Harald Lesch

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