Donnerstag, 16. Juli 2020 

Aktuelles | Geschehen | 30.06.2020

Zweite Welle durch einige neue Infektionen?

Medien schüren wieder Virenangst

Wenn schon nicht die Politiker, dann sind es die Medien, die Corona-Schlagzeilen für zusätzliches Leserinteresse nicht vergessen wollen. Einige Neuinfektionen sind gleich wieder Anlass für Fragen nach der zweiten Welle. Anstatt die Bevölkerung jetzt zu motivieren, um die schwierigen jüngsten Monate zu vergessen, will man offensichtlich wieder unnötig die Angst schüren. Die Marktgemeinde ist aktuell durch den Kindergarten 'Kunterbunt' betroffen. 
Soll so die wirtschaftliche Krise überstanden werden? Doch irgendwann werden auch die ängstlichsten Menschen genug von den Virus-Schlagzeilen haben. Wenn nicht bald wieder der Lebensmut unterstützt wird, dann wird die Wirtschaftskrise für noch tiefere Einschnitte sorgen. Dagegen hat man die Neuinfektionen im Griff und kann damit auch Unruhe vermeiden. 
Die Arbeitslosigkeit wird schon deshalb nicht so leicht wieder zurückzugehen, weil Firmen auch die Chance genützt haben teure und ältere Mitarbeiter zu kündigen, weil der Kündigungsschutz ausgesetzt wurde.
Außerdem stehen für viele international tätige Firmen die Zeichen für den Herbst gar nicht gut. Der Export wird das Hauptproblem und ist aktuell noch nicht einschätzbar. Daher haben zahlreiche Firmen die Kurzarbeit verlängert.
Besonders schwierig ist die wirtschaftliche Situation im Handel, speziell die kleinen Modegeschäfte befürchten die Krise nicht überstehen zu können. Schließlich ist die aktuell angebotene Ware noch längst nicht verkauft, im August folgt aber schon die Herbstware, deren Finanzierung somit sehr schwierig sein wird. Die Welser Innenstadt erfreute sich zuletzt an geringen Lehrständen.
Zusätzlich versuchen nun Opposition und Gewerkschaften die Situation zu nützen, fordern bereits eine 4-Tage-Woche oder sogar wieder die 30-Stunden-Arbeitswoche. Diese „Milchmädchen-Rechnung“ ist aber trügerisch, denn damit werden kaum neue Arbeitsplätze entstehen und außerdem erhöhen sich auch die Kosten für die Freizeit. Dazu wird die Schwarzarbeit gefördert.
Aktuell das größte Problem ist für Firmen, Gastronomie und Pflege die Suche nach Mitarbeitern. Aktuell viel zu viele Arbeitslose, doch es melden sich speziell zu wenige Facharbeiter zurück.

Die Virus-Pandemie hat gezeigt, dass die sogenannten „modernen Sklaven“ mit Billiglöhnen und mangelhaften Unterkünften Hotspots für Infektionen sind. Ob es in Italien die von der Mafia geschützten Billig-Chinesen sind oder Mitarbeiter aus Ostländern mit Werkverträgen in Deutschland (siehe Fleischfabriken).
Da wäre auch die EU gefordert, diese Billigst-Entlohnung zu unterbinden. Außerdem müsste man sich endlich um die wirtschaftliche Situation jener EU-Staaten kümmern, deren Lohnniveau menschenunwürdig ist.

Die Europäische Union könnte übrigens auch gerade jetzt für eine klimaschonende Situation sorgen. Die Flugpreise müssten schnellsten den Bahnpreisen angepasst werden. Es kann nicht sein, dass AUA und damit die Lufthansa mit enormen Steuergeldern am Leben gehalten werden und zugleich Billigfluglinien mit taxiähnlichen Flugtickets für einen neuerlichen ungleichen „Luftkampf“ sorgen.

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