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Aktuelles | Geschehen | 31.12.2020

Energy Globe zeichnete weltweit Projekte aus

Hervorragende Umweltprojekte

5.6.2012 - Am 5. Juni dem Weltumwelttag präsentierte der weltumspannende Umweltpreis Energy Globe die weltbesten Umweltprojekte 2021 aus insgesamt 187 Ländern und bot damit den sinnvollsten aktuellen Beitrag zum Thema Klimaschutz.
Dabei sorgte der jahrzehntelang bereits vorbildlich tätige Ing. Wolfgang Neumann aus Altmünster mit Experten aus aller Welt wieder einmal für einen Einblick in die Praxis, denn das Thema wird aktuell geradezu mit grotesken Beiträgen zerpflückt.
Da ist gleichzeitig jener Beitrag aus Österreich dabei, der reell aufzeigt, was derzeit wirklich zur Klimaverbesserung nicht nur angedacht ist. Seit 1999 wird zur Schonung der Umwelt in fünf Preiskategorien Erde, Feuer, Wasser, Lust und Jugend gewertet.

Bewerbungen aus mehr als 180 Ländern
jährlich, dazu gibt es Lokale, Nationale und Weltpreis-Verleihungen. Heute 5. Juni ist der globale Weltumwelttag und genau an diesem Tag präsentiert Energy Globe die weltbesten Umweltprojekte, die aufzeigen, wie wir auch für unsere Kinder eine lebenswerte Zukunft bewahren.

Die Auswahl der Nominierten wurde von der internationalen Energy Globe Jury, die aus einem Vertreter von jedem Kontinent besteht, unter dem Vorsitz von Maneka Gandhi durchgeführt.
Der Energy Globe Award, eine private oberösterreichische Initiative, wird seit dem Jahr 2000 jährlich abgehalten und ist heute mit über 180 teilnehmenden Ländern der weltweit bedeutendste Umweltpreis. Jedes Jahr werden zwischen 2000 und 3000 Projekte eingereicht.
Devise dieser einzigartigen Plattform ist es, nicht gegen etwas zu sein, sondern die Lösungen zu präsentieren und Wirtschaft und Konsumenten in einem Miteinander pro Umwelt zusammen zu führen.

Niemand ahnte im November 2019 bei der jüngsten öffentlichen Energy-Globe-Verleihung in Finnland (Siegerbild in Espoo), dass eine weltumspannende Gesundheitskrise auch derart positive Präsentationen verhindern kann. Energy Globe ist deshalb ins Internet ausgewichen.

Dem Energy Globe ist es nun aber auch gelungen, als Partner die UNIDO, die Global Chamber Plattform und auch den Club of Rome zu gewinnen.
Die Vielfalt und Qualität der Einreichungen ist überwältigend, wie auch beim von Arabella Kiesbauer moderierten Streaming am 5. Juni unter www.energyglobe.info ist heute noch nachzuvollziehen. Unter den Nominierten in der Kategorie Wasser war auch ein herausragendes Projekt aus Österreich (siehe Anlage Nominierte).
Aufgezeigt wird auch, wie die Energiezukunft mit neuer ökologischer Energie gemeistert, wie nachhaltig die Nahrungskette bewältigt, oder wie mit neuen Methoden die Luftverschmutzung bekämpft wird.
Initiator Wolfgang Neumann ist begeistert: „Es ist einfach großartig, wie viele Menschen es gibt, die aktiv an Lösungen für unsere Umwelt arbeiten und diese umsetzen nach der Devise - nicht nur über Umweltprobleme zu reden, sondern zu handeln“.
Insgesamt knapp 30 000 eingereichte Projekte zeigen uns, dass es heute bereits für jedes Umweltproblem in jedem Land Lösungen gibt. Diese müssen wir bekannt machen, unterstützen und eventuell mit unserem Know-How auch noch verbessern. Beim Ozonloch hat sich gezeigt, was durch aktives Handeln möglich ist.
66 Minuten Energy Globe Livestream vom 5.6.2001
https://energyglobe.info/international
Fünf Kategorie-Sieger in den Bereichen Erde (Äthiopien), Feuer (Indien), Wasser (Österreich), Luft (Island) und Jugend (Paraguay). Darunter ein herausragendes Siegerprojekt im Bereich Wasser mit dem Projekt Phantor aus Österreich. Die Kategorie-Sieger:

Kategorie ERDE: World Vision Äthiopien. Projekt: Drylands Development Programme, Äthiopien (DryDev).

In den letzten Jahrzehnten ist etwa ein Viertel der Landfläche der Erde menschenleer und unfruchtbar geworden. Besonders Afrika ist betroffen. Assefa Tofu von World Vision Ethopia wollte dies nicht akzeptieren und begann, die zerstörte Landschaft durch das Pflanzen von Bäumen zu rekultivieren. 2013 startete das Team die entsprechende "DryDev"-Kampagne.

Rund 60.000 Landwirte haben sich bisher daran gehalten, und dank der Wiederherstellung der Vegetation und der Wassergewinnung, verbesserten Saatguts und einer besseren Ausbildung der Landwirte wurden rund 50.000 Hektar fruchtloses Land zurückgewonnen. Die sogenannten Hungermonate wurden von 3,6 auf 1,4 pro Jahr reduziert.

Kategorie FEUER:
Barefoot College International (Indien). Projekt: Barefoot College International Global Solar Initiative.

Rund 1,2 Milliarden Menschen auf unserer Welt haben derzeit keinen Zugang zu Elektrizität. Ohne Zugang zu Energie gibt es kaum Eine Chance für eine wirtschaftliche Entwicklung. Aus diesem Grund hat Das Barefoot College International in Indien eine Initiative gestartet, um Frauen zu Solaringenieuren auszubilden.

Insgesamt wurden bereits mehr als 3000 Frauen ausgebildet, die für die Solarelektrifizierung in ihrem Heimatland sorgen werden. Die Ergebnisse sind überwältigend und Frauen werden jetzt auch als Retter geschätzt. Durch den Ersatz von Kerosin und fossilen Brennstoffen wurden die Emissionen erheblich reduziert. Durch das Licht am Abend und die daraus resultierende Möglichkeit zu lernen ist die Bildung viel besser geworden.

Kategorie WASSER: Imhotep.Industries GmbH (Österreich), ein Neoom-Konzernunternehmen. Projekt: PHANTOR. Der mobile Wasserriese zur Trinkwassergewinnung.

Die ausreichende Verfügbarkeit von Trinkwasser wird für den Menschen zu einer Überlebensfrage. Bereits heute haben 3 von 10 Personen keinen geregelten Zugang zu Trinkwasser. Um dieses Problem zu lösen, das vor allem in ärmeren Ländern auftritt, haben Walter Kreisel und sein Team den PHANTOR auf Basis modernster Technologien entwickelt.
Der PHANTOR kann überall auf der Welt Trinkwasser produzieren, indem er ein spezielles Verfahren zur Nutzung der umgebenden Feuchtigkeit einsetzt. So können täglich rund 10.000 Liter Trinkwasser im Photovoltaik-Container erzeugt werden.


Kategorie LUFT: Carbon Recycling International (Island). Projekt: Emissions-zu-Flüssigkeits-Technologie.

Carbon Recycling International ist ein Unternehmen, das sich auf die Herstellung von ökologischen flüssigen Brennstoffen wie Methanol durch den Einsatz von CO2-Emissionen spezialisiert hat. Dies ist von größter Bedeutung für unsere Zukunft, da der massive Anstieg der Emissionen aus der Nutzung fossiler Brennstoffe zum Klimawandel geführt hat.
Das ökologische Methanol wird bereits an mehreren Standorten mit erneuerbarem Strom wie Photovoltaik und Wind sowie CO2-Emissionen mittels CRI-Technologie produziert. Cri will dafür bis 2022 insgesamt 1,5 Millionen Tonnen CO2 recyceln. Die Agentur IRENA geht davon aus, dass der Markt für erneuerbares Methanol bis 2050 400 Millionen Tonnen erreichen wird.


Kategorie JUGEND:
Foundation For The Earth (Fundacion Para La Tierra), Paraguay. Projekt: Stimmen der Natur.

Junge Menschen haben das Gefühl, dass unsere Umwelt und Natur nicht mehr in Ordnung sind und suchen nach Lösungen, um eine lebenswerte Zukunft zu bewahren. Dies war der Grund für Joseph Sarvary und Jorge Ayala, Voices of Nature mit Gleichgesinnten zu gründen.

Sie begannen Schulen zu besuchen und Vorträge über die biologische Vielfalt Paraguays zu halten, die auf großes Interesse gestoßen sind. Immer mehr begeisterte Menschen und Gemeinschaften unterstützen sie nun bei diesen Aktivitäten. Heute informieren ehrenamtliche Moderatoren Jugendliche im Alter von 7 bis 14 Jahren. Das Motto ist, Wissen ist die Kraft, die Welt zum Besseren zu verändern, basierend auf Kreativität, Neugier und Nähe zur Natur.
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