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Aktuelles | Wirtschaft | 31.12.2020

Dank Leistungskraft weiter auf Messeimage gesetzt

Wels setzt auf Messezukunft

Februar 2023 - Seit der Herauslösung der Messe Wels auf dem Magistrat und der von Ing. Wolfgang Neumann entwickelten Energiesparmesse hat sich die Messestadt Wels nicht nur in Österreich einen besonderen Ruf erarbeitet.
Nach dem hohen Aufwand für das Erlebnisbad Welldorado (12 Mio. Euro) muss die Stadt immerhin rund 30 Millionen Euro in die Neugestaltung des Messegeländes West einplanen. Von den Welser Messen profitiert auch die Marktgemeinde.
Die Bewältigung der Gesundheitskrise ohne Zuschüsse stärkt die Überlegungen der Stadt für hohe Investitionen in eine neue Messehalle und Strukturverbesserungen im Westgelände, da bekanntlich das Messegelände Ost einem Erlebnispark weichen wird. Magistratsdirektor Dr. Peter Franzmayr, der Hermann Wimmer als Messepräsident abgelöst hat, hat sich bereits von der erstaunlichen Kompetenz des motivierten Teams überzeugen lassen.
Messe Wels bewältigte Krise eigenständig
Während Hunderte Fördermillionen aus dem Steuertopf in die Erhaltung der heimischen Wirtschaftsbetriebe gepumpt wurden, konnte die Messe Wels auch ohne öffentliche Zuschüsse die starken Umsatzverluste durch den Ausfall und Absagen von zahlreichen Messen dank eigener Rücklagen verkraften. Und zugleich den Neustart trotz Unsicherheiten möglichst rasch starten.
Höhepunkt war dabei die AGRARIA im November 2022, die das Selbstbewusstsein stärkte und in einem Noch-Krisenjahr für einen erfreulich positiven Geschäftsabschluss beitrug. Als 100%Tochtergesellschaft der Stadtverwaltung gab es weder Förderungen wegen des Verbotes für Veranstaltungen und Messen noch einen Kostenersatz für die Verwendung von Messehallen während der Gesundheitskrise.
Trotz Krise Spitzenwerte 2022
Die Messe Wels kann trotz der Verbote bis März des Jahres auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurück.
Nach zahlreichen corona-bedingten Absagen und Verschiebungen konnten ab April wieder Messen durchgeführt werden. 
Zufriedene Aussteller wie auch Besucher hatten die Gelegenheit, sich endlich wieder zu treffen, sich auszutauschen und Produkte live zu erleben. Bei den Besucherzahlen konnte ab Mitte des Jahres wieder an die Werte von 2019 angeschlossen werden.

Eine nicht einfache Entscheidung steht vor der Tür: 30 Millionen Euro für eine neue Messehalle (siehe Planentwurf vor den Halle 20+21, angebunden an Halle 19). Der neue Messepräsident Dr. Peter Franzmayr, Messedirektor Mag. Robert Schneider und Bürgermeister Dr. Andreas Rabl vor der Entscheidungsfindung.
Die Messe Wels hatte für 2022 einen Umsatz von 16,3 Mio. Euro geplant. Dieser wird trotz dem Auszahl des ersten Quartals deutlich übertroffen werden. Auch das geplante positive Ergebnis wird sich verbessern!
Die Zeit davor war für das Unternehmen aber alles andere als rosig. Seit Bestehen der Messe Wels war das die wohl schwierigste Phase. Allein im Jahr 2021 musste ein Umsatzrückgang von 80 Prozent hingenommen werden. In Summe wurde 2020 und 2021 ein Umsatzverlust von rund 20 Mio. Euro verzeichnet.

Es mussten u.a. das Messetrio und die moto–Austria abgesagt werden. Die Energiesparmesse wurde um einen Monat verschoben und fand mit nur acht Wochen Vorbereitungszeit auf einem Teil der ursprünglichen Fläche statt. Genauso das Blühende Österreich, welches nur eine Woche vorher stattfand und eine logistische Herausforderung der Sonderklasse war.
Stadtbudget nicht zusätzlich belastet
Durch einen rigorosen Sparkurs und einen guten Geschäftsverlauf konnte die Messe Wels die Krise aus eigener Kraft bewältigen. Das gesamte Team der Messe Wels war zwischen 12 und 19 Monate in Kurzarbeit. Der Mitarbeiterstand hat sich aktuell - im Vergleich zu 2019 - um 26 Prozent reduziert. Nicht nur im Personalbereich, sondern auch bei den Fixkosten und allen anderen Kostenbereichen wurde massiv gespart. So musste die Stadt als Eigentümerin auch keine Zuschüsse leisten.
Messen funktionieren wieder
Die Corona- und die folgende Wirtschaftskrise haben einiges im Messewesen geändert. So wird der Baubereich konjunkturell bedingt wohl noch die nächsten Jahre schwächer bleiben. Andererseits ist es der Messe Wels gelungen, in anderen Segmenten zu wachsen und neue Veranstaltungen nach Wels zu holen.
Ausblick Messen und Veranstaltungen 2023
Auch das Veranstaltungsjahr 2023 ist bereits sensationell angelaufen. So fanden Ende Jänner gleichzeitig drei Groß-Veranstaltungen statt: die Fachmesse KOK-Austria, der Tag der Landtechnik und die REXEL Expo – allein hier fanden fünf (!) Abendevents mit insgesamt 2.900 Besuchern statt. Besonders erfreulich ist, dass bereits einige neue Veranstaltungsformate fixiert werden konnten:
So wurden zum Beispiel die Hausmessen der Firmen Rexel, Unimarkt, ADEG, Spar, Gemdat, BIOGAST bestätigt. Aber auch neue Messen, wie die Fachtagung der Imker sowie ein neues Beauty- und Livestyle-Event mit dem neuen Namen „BLUSH“.
Daneben entwickeln sich die bestehenden Formate wie die WEBUILD Energiesparmesse Wels, die PFERD Wels und der Caravan Salon Austria sehr gut. Auch für 2024 sind bereits interessante Projekte im B2B-Bereich geplant und fixiert! Bereits offiziell:
Die Fachmesse „Schweissen“ findet im September 2024 - zeitgleich mit dem Fachmesseformat „Intertool“ - in Wels statt. In Summe wird die Messe Wels bei den Veranstaltungstagen im Jahr 2023 wieder an das Niveau von 2019 anschließen können und diese voraussichtlich sogar übertreffen.
Vor der Krise konnten 2019 insgesamt 322 Veranstaltungstage verzeichnet werden. 2022 - trotz des Ausfalls des 1. Quartals – waren es 268 Veranstaltungstage. So kann die Messe Wels auch wieder zu den Rekordzahlen bei den Übernachtungen in Wels beitragen.
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