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Aktuelles | Sport | 17.10.2015

Judo-Lady glänzte bei Lieblings-Grand-Slam in Paris

Paris-Judobronze für Sabrina

Auf dem Weg zur Olympia-Qualifikation startete „unsere“ Sabrina Filzmoser am 17. Oktober bei ihrem Lieblings-Turnier in Paris, das sie bereits zweimal (2006 und 2008) gewonnen hatte. Mit einer Weltklasse-Leistung brachte sich Sabrina wieder einmal ins Rampenlicht und gewann in der Kategorie bis 57 kg Bronze. Platz drei bringt der 35-jährigen Judo-Lady weitere 200 Punkte in der Qualifikation für Rio 2016.
Härtetest. Für Dr. Sabrina Filzmoser war der Erfolg beim Grand-Slam-Turnier in Paris-Bercy der erste Stockerlplatz im Jahr 2015 im Judo. Gewonnen hatte sie heuer bislang „nur“ in einer anderen Sportart - bei einem der härtesten Mountainbike-Rennen der Welt in Bhutan. Das Rennen führte über 268 Kilometer und vier Bergpässe durch den inneren Himalaja. Österreichs Grande Dame des Judosports meisterte das Rennen als schnellste Frau in tollen 16:24 Stunden.
Paris ist immer eine Reise wert
Dort wo einst das Welser Florett-Team als Staatsmeister mit Dr. Gerald Haas und Dr. Gernot Kusatz in den 70iger Jahren im Europacup jahrelang auf der Fechtmatte stand, dorthin kehrt auch Sabrina immer wieder gerne hin. Ein Welt-Judo-Turnier, wo auch das Publikum fanatisch mitgeht.
Pool-Sieg. Sabrina wurde in den Pool B gelost. Dort besiegte die Britin Nekoda Smithe-Davis mit Wazaari für einen Konterwurf, ehe sie mit Tonjuan Lu aus China kurzen Prozess machte. Filzmoser hielt sie nach einer Minute auf der Matte fest. Dann nutzte Filzmoser auch gegen Miryam Roper (Deutschland) ihre Chance im Bodenkampf. Der Erfolg durch Festhaltegriff bedeutete den Poolsieg.
Im Kampf um den Finaleinzug traf Filzmoser auf die als Nummer eins gesetzte Sumiya Dorjsuren. Der körperlich starken Mongolin unterlag sie durch Festhaltegriff. Doch dann nutzte die zweifache Europameisterin ihre Medaillenchance: Gegen die Ungarin Hedvig Karakas, der sie bei der Weltmeisterschaft 2015 im Achtelfinale im Golden Score knapp mit einer Bestrafung unterlegen war, gelang die große Revanche. Diesmal war Filzmoser die klar bessere Kämpferin.
Jubelstimmung. „Es ist ein wunderschönes Gefühl, wieder mit den Besten der Welt am Stockerl zu stehen. Merci aus Bercy!“, meldete sich Sabrina aus Paris. Langes Gesicht dagegen bei der einheimischen Turnierfavoritin Automne Pavia. Die erfolgsverwöhnte Lokalmatadorin schied schon in Runde eins aus.
Das aktuelle Foto aus Paris mit einer strahlenden Sabrina. Herzliche Gratulation!
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