Sonntag, 21. April 2019 

Aktuelles | Geschehen | 13.04.2019

WELIOS „Raum der Illusionen“ und Osterangebote

Besucher hinters Licht geführt?

WELIOS - das attraktive Science-Center in Wels bietet während der Osterferien nicht nur täglich gleichbleibende Öffnungszeiten (10 bis 18 Uhr), sondern neben dem umfangreichen Kinderprogramm inklusive Sonderbesuche an Wochentagen nun auch für Erwachsene zusätzlich einen überraschenden Einblick in den neuen „Raum für Illusionen“ und in eine außergewöhnlichen Bilderausstellung.
Bei der Eröffnung am 11. April staunten und amüsierten sich zuglerich die vielen Besucher. Ein Filmbeitrag folgt noch dazu. Das Osterferien-Programm im Detail unter
www.welios.at
Das WELIOS (Wasser-Erde-Licht-Initiativ-OÖ-Sonne) hat sich dank dem großen Interesse aus den Schulen, den wechselnden Sonderausstellungen (aktuell „Traum vom Fliegen“) und der erfreulichen Zusammenarbeit mit der Fachhochschule zu jenem Science Center entwickelt, das die Initiatoren vor zehn Jahren auch tatsächlich planten.
Der Fehlstart vor nunmehr neun Jahren ist längst vergessen, das Haus ist nicht für die Region zu einer Attraktion geworden. Der pädagogische Begleiter und Mitinitiator Mag. Leo Ludick (Bild oben) mit dem Verein der Freunde des Hauses hat dank seines fachlichen Wissens und seinen vielseitigen Kontakten einen wesentlichen Anteil am endgültigen Verstummen der unnötigen Anfangskritik.

„Wir führen unsere Besucher hinters Licht!“
Die sogenannten „optischen Täuschungen“ sind eigentlich optische Wahrnehmungs-Täuschungen: Das, was das Auge aufnimmt, stimmt nämlich immer mit dem überein, was dem Auge angeboten wird. Allerdings gelangt das auf der Netzhaut entstehende Bild mittels elektrischer Impulse ins Gehirn, das diese Sinneseindrücke verarbeiten muss. Dabei kann es zu gewollten oder ungewollten Fehlinterpretationen kommen. Bild: WELIOS-Geschäftsführer Mag. Michael Holl "degradiert" Meisterfotograf Günter Mitasch zum Zwerg...
Das Gehirn hat im Laufe des Lebens viel darüber gespeichert, wie die Welt aussieht und vergleicht ständig die Sinneseindrücke mit der abgespeicherten Erfahrung. Wenn nun beides nicht zusammenpasst, dann kommt es zu Missdeutungen.
Jeder von uns weiß: Je weiter ein Körper vom Betrachter entfernt ist, desto kleiner wird er empfunden. Setzt man zwei gleich große Figuren in ein perspektivisches Bild, dann muss die weiter hinten stehende Figur größer sein, als die weiter vorne befindliche.
Im Raum der Illusionen wird das Gehirn auf verschiedene Art und Weise „verwirrt“ und eine Vielzahl an Fehlinterpretationen hervorgerufen. Mit insgesamt 38 neuen Wahrnehmungs-Täuschungen wird ein Besuch im WELIOS noch unvergesslicher: Manche Dinge sind so verblüffend, dass man selbst, wenn man das richtige Bild erkannt hat, immer wieder vor einem scheinbar unlösbaren Rätsel steht. Der „Raum der Illusionen“ wurde vom WELIOS-Team selbst entwickelt, gestaltet und in Zusammenarbeit mit heimischen Firmen realisiert.

Dazu passend eine außergewöhnliche Bilderausstellung
Schon seit seinem 18. Lebensjahr beschäftigt sich der Pädagoge Günter Mitasch (Bild) intensiv mit den Möglichkeiten in der Fotografie. Die Anfänge lagen in der Analog/Schwarzweiss-Fotografie und wurden mehrfach bei Fotosalons auf allen Kontinenten ausgezeichnet.
Die logische Weiterentwicklung in der Fotografie fand der kreative Kopf in der Lentikular-Technik, die es möglich macht, zwei oder mehrere Fotos übereinander zu legen und - wie bei einem Wackelbild aus Kinderzeiten - je nach Standpunkt des Betrachters das eine oder das andere Foto wahrzunehmen. Diese Technik ermöglicht es, innerhalb eines Bildes Geschichten zu erzählen, ästhetisch, humorvoll und immer überraschend. Die Neugier des Betrachters wird permanent aufrecht erhalten und der Aha-Effekt sorgt meist für großartiges Vergnügen.
Darüber hinaus möchte der Fotograf den Prozess des Betrachtens verlangsamen und zum Verweilen einladen, um alle Details eines Bildes entdecken zu können. Der Betrachter ist gefangen von situativen Empfindungen und der Schönheit einer Sache oder Person.
Die Arbeiten von Günter Mitasch erfahren ein Gefühl der ständigen Suche. Die Verschwommenheit, die leichte Unschärfe, die der Lentikularprozess erzeugt, verleihen den Bildern eine für den Betrachter ungewohnte Lesbarkeit, die Raum für subjektive Interpretation schafft. Die Magie der Farben, die Lebendigkeit und das Funkeln der Lichtreflexe erzeugen eine opalisierende Leuchtkraft.

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